Kulturlandschaft

Üblicherweise wird unter Kulturlandschaft der vom Menschen beeinflusste ländliche Raum verstanden. Der ehemalige Naturpark Homert entspricht wie andere Naturparke einer ländlichen Kulturlandschaft, die überwiegend als Landschafts- oder Naturschutzgebiet geschützt ist. Mit 57 Prozent der Fläche wird der Naturpark vom Wald dominiert, die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt rund 36 Prozent. An der Landschaftspflege haben die Land- und Forstwirte einen großen Anteil. Zahlreichen Tieren und Pflanzen werden Lebensräume gegeben und zugleich wird den Menschen Erholung geboten.

Die vielen Hügel und Täler waren eine der Ursachen, dass sich im Naturpark eine Landwirtschaft mit überschaubaren Betriebsgrößen etablierte – und mit ihr konnte eine reichhaltige und abwechslungsreiche Kulturlandschaft entwickelt und erhalten werden. Gerade Grünlandflächen, die landwirtschaftlich nicht intensiv genutzt werden können, sind wichtige Rückzugsgebiete für seltene Tier- und Pflanzenarten. Weiden- und Äckerränder sowie Sträucher und Hecken können z. B. Vögeln wie dem Neuntöter Lebensraum bieten.

Insgesamt bietet der Naturpark dem Besucher Abwechslung ohne Trubel. Kulturlandschaftliche Besonderheiten sind zum Beispiel die:

- Felsenlandschaften
Im nördlichen Teil des Naturparks - südlich von Hemer und im Hönnetal nördlich von Balve - bilden bizarre Felsformationen touristische Anziehungspunkte.

- grünen Wellenlandschaften
Sanft bergauf und bergab schwingende Hänge, meist in sattem Grün der Wälder und Wiesen charakterisieren das nördliche Sauerland. Wer sich für die besonderen Naturschönheiten interessiert, für den sind die Wachholderwiesen oder auch die Märzenbecherwiesen des Naturparks ein interessantes Ziel.

- (Dorf-)Kirchen
Viele Kirchen oder kleine Klöster des Naturparks sind lohnenswert zu besuchen. Dazu zählen sicherlich die Pfarrkirche „St. Blasius“ in Balve, die St. Lambertus-Kirche in Affeln oder auch das Kloster Brunnen bei Röhrenspring.

- technischen und landwirtschaftlichen(Bau-)Denkmäler
Als Beispiele sind hier zu nennen: der historische Stertschultenhof ganz im Süden bei Coppenrode gelegen, etwas nördlich davon das Maschinen- und Heimatmuseum in Eslohe, des Weiteren das Pumpspeicherwerk bei Rönkhausen an der Naturpark-Westgrenze und dann die Luisenhütte in Wocklum (Balve), Deutschlands älteste noch intakte Hochofenanlage. Traditionell ist dieser Teil des Sauerlandes eine Eisen verarbeitende Region. Sein Wasserreichtum brachte die Energie, mit der dann schon Anfang des 18. Jahrhunderts die maschinelle Verarbeitung des Eisenerzes ermöglicht wurde.