Tafel 8:
Vertragsnaturschutz
Gemeinsam mit den Bauern die Natur erhalten

Moderne Landwirtschaft und Naturschutz - da sind Konflikte nicht ausgeschlossen, die es zu lösen gilt. Zur Sicherung des Familieneinkommens ist der Landwirt auf einen guten Milchertrag angewiesen und füttert seinen Kühe mit eiweißreichem Futter. Dafür wird junges Gras gemäht und verfüttert. Für den Naturschutz wäre es besser, wenn die Wiesen länger ungemäht wachsen dürften. Dann kommen Pflanzen zur Blüte, die seltenen Tieren Nahrung und Heimat geben.



Im Bergischen Land sucht der Naturschutz seit vielen Jahren in Kooperation mit den Landwirten Möglichkeiten, die Interessen von Naturschutz und Landwirtschaft auszugleichen. Das Instrument dafür ist der sogenannte Vertragsnaturschutz. Im Rahmen eines von der Europäischen Union, dem Land NRW und der Kreisverwaltung finanzierten Programms werden den Landwirten verschiedene Möglichkeiten angeboten, die Bewirtschaftung an Naturschutz- zielen auszurichten. So verschieben die Landwirte beispielsweise den Mahd-Termin weiter ins Jahr hinein. Oder sie verzichten auf die Düngung von Wiesen, damit sich auf den mageren Flächen eine größere Pflanzenvielfalt etablieren kann. Für diese Naturschutzmaßnahmen erhalten dann die Landwirte einen finanziellen Ausgleich.


PDF Datei der Tafel 2

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Betreut werden die Landwirte von den Biologischen Stationen der Region, die gemeinsam mit den Bauern Bewirtschaftungskonzepte erstellen. Auf diese Art und Weise wurden schon bedeutende Orchideenwiesen ebenso erhalten und entwickelt wie Heidelandschaften oder auch die Auenregion im Bereich der Wipper und deren Quellgebiet.



Mit dieser landwirtschaftlichen Nutzung und der Integration von Naturschutzflächen in ihre Betriebe und erbringen die Landwirte der Allgemeinheit eine hochwertige Leistung zum Erhalt der typisch Bergischen Kulturlandschaft. Eine Leistung, die durch bezahlte Pflegearbeiten nicht zu finanzieren wäre.