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Tafel 4: Lendringhausen -
ein Dorf und die Milch
Milch ist Alltag
Lendringhausen ist auch im Bergischen Land etwas Besonderes. Selten ist es geworden, dass in einem Dorf gleich mehrere landwirtschaftliche Höfe im Haupterwerb betrieben werden. Die drei dortigen landwirtschaftlichen Betriebe in Lendringhausen melken insgesamt 250 Kühe und bewirtschaften über 250 Hektar im Raum Wipperfürth.
Die Zeiten, in denen die Bauern mit einem guten Dutzend Kühe gewinnbringend wirtschaften konnten und viele Höfe in den Dörfern existent waren, sind lange vorbei. In vielen Dörfern ist nur ein Landwirt übrig geblieben - oder auch keiner mehr. Dann werden die Flächen von den Bauern aus den benachbarten Dörfern bewirtschaftet und die Futterflächen liegen nicht nur in Dorfnähe, sondern auch mehrere Kilometer weit entfernt.

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Viele Hofstellen werden weiter im Nebenerwerb bewirtschaftet. Dabei hat der Landwirt zwei Jobs - irgendwo meist als Arbeitnehmer, und dann noch in der eigenen Landwirtschaft.
Im Oberbergischen Kreis gibt es rund 350 Milchviehbetriebe, in denen über 18.000 Milchkühe gemolken werden. Geliefert wird die Bergische Milch hauptsächlich an diese fünf Molkereien: Campina Milchunion Hocheifel und Eifelperle sowie Walhorn - die Biomilch hingegen geht an die Molkerei Söbbeke im münsterländischen Gronau.
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