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Vertragsnaturschutz
Naturschutz funktioniert nur
mit der Landwirtschaft.
Denn die Landwirte pflegen die Landschaft quasi im Rahmen ihrer üblichen Arbeit. Und im Naturpark Hohe Mark – Westmünsterland gibt es einige herausragende Bereiche, die es sich besonders zu erhalten und zu pflegen lohnt. Dazu gehören eben auch die Lippeauen, durch die dieser Radweg führt.

Das Naturschutzgebiet Lippeaue erstreckt sich über eine Länge von 12 Kilometern – besonders bedeutend sind die Überflutungsgebiete der Lippe. Hier wurde ein Stück der kleinbäuerlichen und vielfältigen Kulturlandschaft erhalten, landwirtschaft genutzte Flächen wechseln sich mit Wäldern, Hecken und Einzelgehölzen ab. Hier konnten Rückzugsgebiete für seltene Tier und Pflanzen erhalten und entwickelt werden.
Um die naturschutzfachlich wertvollen, extensiv bewirtschafteten Flächen zu erhalten und dies möglichst effektiv zu erreichen, wurde das politische Instrument des „Vertragsnaturschutzes“ entwickelt.
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(Für eine größere Ansicht einfach auf die Tafel oben klicken)
Nach diesem Konzept erhalten die Landwirte eine Entschädigung dafür, dass sie besonders schwierig zu bewirtschaftende Flächen weiterhin nutzen und so ein Verwildern und damit eine Verringerung des Artenreichtums verhindern. Oder sie verpflichten sich, spätere Mahdzeitpunkte einzuhalten – so können z. B. Nistplätze für bodenbrütende Vögel erhalten werden.
Durch den Verzicht auf Düngung entwickelt sich auf Flächen eine größere Pflanzenvielfalt. Dafür erhalten die Landwirte ebenfalls einen finanziellen Ausgleich. So gelang es auch im Naturpark Hohe Mark Westmünsterland durch die Mitarbeit der landwirtschaftlichen Betriebe naturschutzfachlich wertvolle Offenlandflächen der Auenlandschaft zu erhalten und zu entwickeln.
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