Vertragsnaturschutz
Um die Natur zu erhalten und dies möglichst kostengünstig zu erreichen, wurde der „Vertragsnaturschutz“ entwickelt.

Nach diesem Konzept erhalten die Landwirte eine Entschädigung dafür, dass sie besonders schwierig zu bewirtschaftende Flächen weiterhin nutzen und so ein Verwildern und damit eine Verringerung des Artenreichtums verhindern. Oder sie verpflichten sich, spätere Mahdzeitpunkte einzuhalten – so können bodenbrütenden Vögeln Nistplätze erhalten werden. Auch für die verringerte Futterqualität und –menge werden die Landwirte entschädigt.



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nsgesamt werden rund 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Naturpark Homert, ungefähr 4.000 Hektar, vertraglich naturschutzorientiert bewirtschaftet.

Dazu gehören beispielsweise die Wachholderwiesen im Umfeld des Homert. Die Wachholder-Region bietet nicht nur einen attraktiven Anblick, sie ist auch das Ergebnis einer ganz speziellen Weidewirtschaft mit Wanderbeweidung auf mageren Böden. So konnte sich hier eine herausragende Artenvielfalt entwickeln.



PDF Milchweg Naturpark Homert Tafel 5

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Eine ebenfalls ökologische Besonderheit sind die Märzenbecherwiesen. Der Märzenbecher,  der wie große Schneeglöckchen aussieht, steht heute auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen. Grund ist der Rückgang der naturnahen Waldparzellen. Im Naturpark Homert hat er noch eine Heimat gefunden.

Am Rande vieler Dörfer findet man im Naturpark noch die traditionellen Streuobstwiesen. Ein Teil ist zwar schon überaltert, doch gerade die alten Bäume und Tothölzer bieten tausenden von Insekten Lebensraum. Streuobstwiesen können nur mit Hilfe der Landwirte, die die Flächen beispielsweise als Weideland nutzen, gepflegt und für die Zukunft erhalten werden.