Milchregion Eifel
Die Zukunft ist vielfältig

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt deutschlandweit ab – immer mehr Landwirte geben ihren Hof auf. So gab es 1980 in den alten Bundesländern 694.600 landwirtschaftliche Betriebe – im Jahr 2005 weist die Statistik noch 337.612 aus. Wurden 1980 noch 467.500 als Haupterwerbsbetriebe geführt, waren es 2005 gerade noch 167.512 – weniger als die Hälfte aller Betriebe. Und jedes Jahr geben rund vier Prozent der Betriebe auf. In der Eifel verhält es
sich entsprechend.

Die Tafel zur Milchregion Eifel steht vor dem Thelenshof in Steinfelderheistert. Dieser ist ein Beispiel dafür, dass Milchwirtschaft auch in schlechten Zeiten Zukunft haben kann. Denn hier wird langfristig geplant und nicht ans aufgeben gedacht. Hans-Wilhelm Thelen ist der Betriebsleiter. Und zusammen mit seiner Frau Bärbel managt er den Hof. In den vergangenen Jahren hat das Ehepaar kräftig erweitert und investiert. Der Viehbestand wurde von 70 auf 140 Milchkühe aufgestockt.




PDF Milchweg Eifel Tafel 4

(Für eine größere Ansicht einfach auf die Tafel oben klicken)

Aus gutem Grunde: Sohn MichaelThelen hat eine landwirtschaftliche Lehre abgeschlossen und wird den Hof übernehmen. Mit der Hofnachfolge ist auch die Zukunft dieses landwirtschaftlichen Betriebes gesichert.

Der Thelenshof zeigt, dass landwirtschaftliche Zukunft vielfältig ist. Mehrere Einnahmequellen sichern die Existenz. Dabei ist die landwirtschaftliche Arbeit immer die Basis. Das moderne landwirtschaftliche Betriebskonzept setzt auf die Produktion von Bioprodukten, die stabilere Preise auf einem wachsenden Markt versprechen. Ergänzend kommen die Energieproduktion, beispielsweise über die großen Solarzell-Flächen auf den Hofdächern, und das Engagement im Naturschutz hinzu. Der Mehraufwand der Beweidung schützenswerter Flächen wird durch eine Aufwandsentschädigung ausgeglichen.

Als weitere Einnahmequelle bietet der Thelenshof „Urlaub auf dem Bauernhof“ für natur- und tierliebende Familien an.